Cricket Dart – Warum diese Spielvariante so viele Fans hat
Wer regelmäßig Dart spielt, kennt das Gefühl: 501 macht Spaß, aber irgendwann will man mehr. Man will taktisch denken, den Gegner unter Druck setzen, Felder sperren und gezielt dominieren. Genau hier kommt Cricket ins Spiel. Cricket Dart ist weltweit eine der beliebtesten Spielvarianten überhaupt – und in Nordamerika sogar noch verbreiteter als der klassische 501-Modus. In Deutschland gewinnt Cricket zunehmend Fans, weil es eine völlig andere Dynamik ins Spiel bringt: Statt blind Punkte runterzuzählen, kämpft man um Kontrolle, Felder und strategische Überlegenheit. Dieser Artikel erklärt dir die Cricket Dart Regeln auf Deutsch – klar, vollständig und mit allem, was du brauchst, um sofort loszulegen.

Was ist Cricket Dart? Grundprinzip und Ziel
Cricket Dart ist eine Spielvariante, bei der es nicht darum geht, von einer festgelegten Punktzahl auf null herunterzuzählen. Stattdessen dreht sich alles um sechs bestimmte Felder auf der Dartscheibe: die Zahlen 15, 16, 17, 18, 19, 20 sowie das Bullseye. Wer diese Felder zuerst „schließt“ und dabei mehr Punkte als der Gegner hat, gewinnt die Partie.
Das klingt simpel – ist es aber nicht. Denn Cricket verbindet Präzision mit Taktik auf eine Weise, die 501 in dieser Form nicht bietet. Du musst nicht nur deine eigenen Felder schließen, sondern auch verhindern, dass dein Gegner Punkte auf offenen Feldern sammelt. Das Ergebnis: ein Spiel voller strategischer Entscheidungen, psychologischem Druck und spannender Wendungen bis zur letzten Runde. Wer schon immer mehr Tiefgang beim Darten gesucht hat, findet ihn hier. Und wer das Grundprinzip von Dart 501 Regeln bereits kennt, wird den Unterschied sofort spüren.
Die Cricket Dart Regeln im Detail – Schritt für Schritt
Bevor das Spiel beginnt, einigen sich beide Spieler (oder Teams) auf die Reihenfolge – üblicherweise per Bullseye-Wurf, wer näher dran ist, beginnt. Das Spielfeld umfasst ausschließlich die Felder 15 bis 20 sowie das Bull. Alle anderen Felder sind irrelevant und zählen in keiner Weise.
Ein Feld schließen: Um ein Feld zu „öffnen“ oder zu „schließen“, muss es dreimal getroffen werden. Dabei zählen Singles als ein Treffer, Doubles als zwei und Triples als drei. Ein Treffer ins Triple-20 schließt das Feld also in einem einzigen Wurf. Erst wenn ein Feld geöffnet ist, können darauf Punkte erzielt werden.
Punkte sammeln: Sobald du ein Feld geöffnet hast und der Gegner es noch nicht, zählt jeder weitere Treffer auf dieses Feld als Punkte für dich. Triffst du das Triple-19, nachdem du die 19 geöffnet hast, bekommst du 57 Punkte – solange der Gegner die 19 noch nicht ebenfalls geschlossen hat. Hat er das Feld auch dreimal getroffen, ist es für beide „tot“ und bringt keine Punkte mehr.
Das Bullseye: Das Bull zählt als eigenes Feld. Das äußere Bull (Single Bull, Ring um die Mitte) zählt als ein Treffer, das innere Bull (Double Bull, der kleine Kreis in der Mitte) als zwei Treffer. Drei Treffer auf das Bullseye schließen es.
- Aktive Felder: 15, 16, 17, 18, 19, 20, Bull
- Single = 1 Treffer, Double = 2 Treffer, Triple = 3 Treffer
- 3 Treffer = Feld geöffnet / geschlossen
- Punkte nur auf geöffneten, beim Gegner noch offenen Feldern
- Gewinner: Alle Felder geschlossen UND höhere oder gleiche Punktzahl
Der letzte Punkt ist entscheidend und wird oft vergessen: Du gewinnst nur, wenn alle deine Felder geschlossen sind UND du mehr oder gleich viele Punkte hast wie dein Gegner. Hast du alle Felder zu, aber weniger Punkte, musst du weiterspielen und noch Punkte aufholen – auch wenn der Gegner seine Felder noch offen hat.
Strategie und Taktik: So gewinnst du Cricket Dart
Cricket Dart ist ein Spiel, in dem Taktik genauso wichtig ist wie Treffsicherheit. Die zentrale Frage lautet immer: Öffne ich zuerst neue Felder für mich, oder schließe ich Felder, auf denen mein Gegner Punkte holt? Diese Entscheidung musst du in jeder Runde neu treffen – und genau das macht Cricket so fesselnd.
Die häufigste Anfängerstrategie ist es, immer von 20 nach unten zu spielen: zuerst die 20 schließen, dann die 19 und so weiter. Das ist solide, aber vorhersehbar. Erfahrene Spieler analysieren früh, wo der Gegner stark ist, und blockieren diese Felder gezielt. Wenn dein Gegner zum Beispiel dreimal die 19 getroffen hat und du noch nicht, schließt du die 19 so schnell wie möglich – denn jede Runde, die du wartest, kostet dich Punkte.
Besonders wichtig ist das sogenannte „Punkte drücken“: Wenn du ein Feld geöffnet hast und der Gegner noch nicht, kannst du gezielt auf Triple-Felder zielen, um deinen Vorsprung schnell auszubauen. Das erzeugt nicht nur Druck auf den Gegner, sondern sorgt auch dafür, dass du dir erlauben kannst, später defensiver zu spielen. Gutes Boardmanagement im Darts entscheidet hier oft über Sieg oder Niederlage.
Ein weiterer Tipp: Das Bullseye wird von vielen unterschätzt. Es ist schwer zu treffen, aber wenn du es öffnest und der Gegner nicht, bringt ein Inner Bull satte 50 Punkte pro Treffer. Wer das Bull kontrolliert, hat oft einen entscheidenden Vorteil – besonders in eng geführten Partien.
Cricket Dart vs. 501 – Welches Spiel passt zu dir?
Die Frage ist nicht, welches Spiel besser ist – sondern welches zu deinem Spielstil und deiner Gruppe passt. 501 belohnt konstante Präzision und das Ausrechnen von Checkouts. Wer gerne rechnet, Kombinationen plant und unter Druck kühlen Kopf bewahrt, liebt 501. Cricket hingegen belohnt taktisches Denken, Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, den Gegner zu lesen.
In einer Kneipensituation mit mehreren Spielern verschiedener Levels ist Cricket oft fairer – weil ein cleverer Taktiker einen präziseren Werfer ausmanövrieren kann. Gleichzeitig sind die Regeln schnell erklärt, was Cricket ideal für Gruppen macht, in denen nicht alle den gleichen Erfahrungsstand haben. Übrigens: Cricket funktioniert auf Steel- und Softdart-Boards gleichermaßen gut. Wer sich fragt, welches Format zum Einstieg besser geeignet ist, findet eine ausführliche Übersicht im Artikel über Softdart vs. Steeldart – Unterschiede und wo du beides in Kassel spielen kannst.
Beide Spiele fördern übrigens auf ihre Weise mentale Stärke. Wer schon mal ein Cricket-Match verloren hat, weil er unter Druck in der entscheidenden Runde dreimal daneben geworfen hat, weiß, wovon wir reden. Die mentale Komponente ist nicht zu unterschätzen – genau wie beim Thema Dart-Psychotricks in der Kneipe.
Fazit: Cricket Dart – Ausprobieren lohnt sich
Cricket Dart ist mehr als nur eine Alternative zu 501 – es ist ein eigenes, strategisch tiefgründiges Spiel, das Dart auf ein neues Level hebt. Die Regeln sind schnell gelernt, aber die Taktik braucht Zeit und Erfahrung. Wer das nächste Mal an der Scheibe steht und Lust auf etwas Neues hat, sollte Cricket einfach mal ausprobieren. Im Dart Rock Café in Lohfelden bei Kassel stehen dir 4 Steeldart-Boards sowie 4 E-Dart-Automaten zur Verfügung – perfekt, um Cricket sowohl auf Steel als auch auf Software auszuprobieren. Buch dir deinen Time Slot für die Steeldart-Boards, schnapp dir ein Bier und leg los. Wir sehen uns an der Scheibe.




